Muskelhormon Irisin fördert Fettverbrennung

Einigen Lebensmitteln wie Chili, Ingwer, Zimt und Kurkuma werden stoffwechselanregende und damit fettverbrennungsfördende Eigenschaften nachgesagt. Doch auch ein körpereigenes Hormon kann die Fettverbrennung fördern.

Der Forscher Bruce Spiegelman und seine Arbeitsgruppe haben das Muskelhormon Irisin entdeckt.

In Ihrer im Fachmagzin nature erschienenen Studie zeigen sie, das Irisin bei körperlicher Aktivität (z. B. sportliches Training) vermehrt aus dem Muskel freigesetzt wird.

Weißes Fettgewebe – unser „Standardfett“

Weißes Fettgewebe ist gut durchblutet, hat jedoch keine Mitochondrien.

Eigenschaften von weißem Fettgewebe:

  • Speicher-/Depotfett – Nahrungsreserve
  • Isolierfett – Schutz vor Kälte
  • Baufett – Polstermaterial für Gelenke, Gefäße und Organe

Braunes Fettgewebe – das Fett mit eingebauten Kraftwerken (Mitochondrien)

Auch das braune Fettgewebe ist gut durchblutet, hat aber im Gegensatz zum weißen Fettgewebe viele Mitochondrien.

Eigenschaften von braunem Fettgewebe:

Das in den Mitochondrien enthaltene Eisen ist für die braune Färbung des Fettgewebes verantwortlich. Die Mitochondrien in den Zellen des braunen Fettgewebes sind in der Lage, durch Oxidation von Fettsäuren Wärme und Energie zu produzieren.

Irisin – unser Muskelhormon

Irisin wird bei körperlicher Arbeit (z. B. sportliches Training) vermehrt aus dem Muskel freigesetzt. Ein Effekt der Freisetzung von Irisin ist eine erhöhte Freigabe des Proteins UCP1 (= uncoupling protein 1, auch Thermogenin genannt) welches bewirkt, dass das weiße Fettgewebe vom Erscheinungsbild her in braunes Fettgewebe umgewandelt wird („brown-in-white“ oder „brite“ Fettzellen).

Der Effekt von freigesetztem Irisin ist u.a. ein erhöhter Gesamtenergiebedarf.
Der Effekt von freigesetztem Irisin ist u.a. ein erhöhter Gesamtenergiebedarf.

Bild: #22394887 Laufstudie Muskelaufbau Mann © York

Der daraus resultierende Effekt ist ein leichter Gewichtsverlust und ein erhöhter Gesamtenergiebedarf.

Ein weiterer Effekt von Irisin ist die verbesserte Insulinempfindlichkeit. Dies ist besonders für Diabetiker interessant, welche bekanntermaßen immer unempfindlicher auf Insulin reagieren.

Beigefarbenes Fettgewebe – die Nummer drei im Reigen der Fettarten

Zudem entdeckte Spiegelmann beigefarbenes Fettgewebe. In seiner Studie (erschienen im Fachmagazin Cell am 12. Juli) wird gezeigt, dass sich dieses Fettgewebe vom weißen und braunen Fettgewebe unterscheidet.

Während sich braune Fettzellen aus Muskelzellen entwickeln, entstehen die fälschlicherweise als braun deklarierten Fettzellen aus weißem Fettgewebe. Trotzdem ähneln sich beigefarbene und braune Fettzellen stark. Beide Zellsorten besitzen viele Mitochondrien.

Der Unterschied der beiden Typen liegt darin, dass braune Fettzellen permanent in Betrieb sind, während beigefarbene Zellen erst durch Kälte oder Hormone (wie z. B. Irisin) aktiviert werden.

Quellenangaben

Headerfoto: #56200404 Chili pepper © Sunny Forest

Beitrag zuletzt geändert am 5. Jan 2018 @ 19:08.

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